Start · Beikostplan
Füttern verstehen

Beikostplan: der erste Löffel ist ein Anfang, kein Test

Irgendwann schaut dein Baby deinem Essen hinterher, und du fragst dich: Ist es so weit? Und womit fange ich an? Hier ist der klassische Beikostplan, Monat für Monat, mit allem, was du für den Start wissen musst. Als Orientierung, nicht als Prüfungsordnung.
Baby sitzt im Hochstuhl und öffnet neugierig den Mund für den ersten Löffel Gemüsebrei
Der richtige Zeitpunkt

Wann dein Baby bereit für Beikost ist

Der Zeitrahmen ist breiter, als viele denken: Beikost startet frühestens mit Beginn des 5. Monats und spätestens mit Beginn des 7. Monats. Innerhalb dieses Fensters entscheidet nicht der Kalender, sondern dein Baby. In den ersten vier Lebensmonaten braucht es ausschließlich Muttermilch oder Säuglingsmilch, danach wächst der Nährstoffbedarf, vor allem an Eisen, und Milch allein reicht auf Dauer nicht mehr aus.

Ob dein Baby so weit ist, verraten dir die Reifezeichen: Es kann mit Unterstützung aufrecht sitzen und den Kopf sicher halten. Es verfolgt euer Essen mit den Augen, greift danach und steckt Dinge gezielt in den Mund. Und der Zungenstoßreflex lässt nach, das Baby schiebt den Brei also nicht mehr automatisch wieder aus dem Mund heraus. Zeigt dein Kind diese Zeichen noch nicht, wartest du einfach ein bis zwei Wochen und probierst es erneut. Nichts davon ist ein Wettbewerb.

Und genau dafür ist ein Beikostplan gut: Er gibt dir eine Reihenfolge, an der du dich festhalten kannst, wenn alles neu ist. Aber er ist ein Geländer, kein Gleis. Wenn dein Baby eine Mahlzeit verweigert, eine Woche länger braucht oder eine Breisorte partout nicht mag, ist das kein Rückstand, sondern Alltag. Bei Unsicherheiten, etwa bei Allergien in der Familie oder wenn dein Baby zu früh geboren wurde, besprich den Start am besten mit eurer Kinderärztin oder Hebamme.

Die Übersicht

Der Beikostplan Monat für Monat

Der klassische Beikostplan ersetzt die Milchmahlzeiten nacheinander durch drei Breie, jeweils im Abstand von etwa einem Monat. So sieht der Fahrplan aus:

Ab wannNeue MahlzeitBeispiele
5. bis 6. MonatMittags: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-BreiStart mit Gemüse pur: Pastinake, Karotte oder Kürbis. Nach etwa einer Woche kommt Kartoffel dazu, danach Fleisch und ein Löffel Rapsöl.
6. bis 8. MonatNachmittags: Getreide-Obst-BreiMilchfreier Brei aus Getreideflocken, Wasser und Obstmus, etwa Apfel oder Birne. Das Vitamin C aus dem Obst hilft bei der Eisenaufnahme.
7. bis 9. MonatAbends: Milch-Getreide-BreiGetreideflocken mit Muttermilch, Säuglingsmilch oder Vollmilch angerührt, dazu etwas Obst. Der sättigende Brei für die Nacht.
Ab etwa 10. MonatFamilienkost: Beikost am TischWeiche Stücke, Brot, gedünstetes Gemüse. Dein Kind isst nach und nach mit, was die Familie isst, nur ohne Salz, Zucker und Honig.

Die Reihenfolge innerhalb der ersten Wochen ist bewusst so gebaut: Gemüse kommt zuerst, und zwar einige Tage lang pur, damit sich dein Baby an Löffel, Geschmack und Konsistenz gewöhnen kann. Erst danach wächst der Brei zum vollen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei heran. Jedes neue Lebensmittel führst du einzeln ein und bleibst 3 bis 4 Tage dabei, bevor das nächste dazukommt. So erkennst du sofort, ob dein Baby etwas nicht verträgt, und kannst bei einer Reaktion genau sagen, woran es lag.

Wichtig fürs Gesamtbild: Die Milch verschwindet nicht, sie tritt nur schrittweise zurück. Jede Breimahlzeit ersetzt nach und nach eine Milchmahlzeit, gestillt oder mit der Flasche gefüttert wird weiterhin nach Bedarf. Am Anfang isst dein Baby vielleicht nur wenige Löffel, danach stillst du einfach weiter oder gibst die Flasche. Beikost heißt wörtlich: Kost, die dazukommt. Nicht Kost, die ersetzt, bis dein Baby so weit ist.

Baby mit Brei im Gesicht lacht am Hochstuhl, daneben liegt der Löffel auf dem Tisch

Der Brei landet überall. Genau richtig.

Kein Baby isst nach Plan, und keins isst sauber. Deins probiert, spuckt, matscht und lernt dabei in seinem eigenen Tempo. Mehr muss ein erster Löffel nicht leisten.

So hilft dir Darli

Darli merkt sich, was dein Baby schon probiert hat.

Pastinake eingeführt? Karotte vertragen? War der dritte Tag Kartoffel oder der vierte? Genau diese kleinen Fragen machen die Beikostzeit unübersichtlich. In Darli hältst du neue Lebensmittel und Mahlzeiten mit einem Tipp fest und siehst auf einen Blick, was schon eingeführt ist und was als Nächstes dran sein kann.

So wird aus dem Beikostplan auf dem Papier euer echter Plan: Die Beikost-Übersicht zeigt dir, wo ihr gerade steht, und weil Stillen und Flasche daneben stehen, siehst du auch, wie sich Milch und Brei über die Wochen die Waage halten. Ohne Zettel am Kühlschrank, ohne Rechnen im Kopf.

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Mehr Zeit zum Probieren.

Schlaf, Essen, Windeln: ein Tipp genügt. Den Rest ordnet Darli.

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Häufige Fragen

Wie sieht ein Beikostplan aus?

Der klassische Beikostplan führt drei Breie nacheinander ein, jeweils im Abstand von etwa einem Monat: zuerst mittags der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei, dann nachmittags der Getreide-Obst-Brei, danach abends der Milch-Getreide-Brei. Jeder Brei ersetzt Schritt für Schritt eine Milchmahlzeit. Ab etwa dem 10. Monat geht es allmählich in die Familienkost über, dein Kind isst dann in weicher Form mit, was die Familie isst.

Wann sollte ich mit Beikost anfangen?

Frühestens mit Beginn des 5. Monats, spätestens mit Beginn des 7. Monats. Innerhalb dieses Fensters entscheiden die Reifezeichen deines Babys: Es kann mit Unterstützung aufrecht sitzen, hält den Kopf stabil, interessiert sich sichtbar für euer Essen und schiebt den Brei nicht mehr mit der Zunge aus dem Mund. Zeigt dein Baby diese Zeichen noch nicht, wartest du einfach noch etwas und probierst es später erneut.

Welches Gemüse zuerst?

Bewährt haben sich milde, gut verträgliche und leicht süßliche Sorten: Pastinake, Karotte oder Kürbis. Sie schmecken der Muttermilch am ähnlichsten und werden von den meisten Babys gut angenommen. Du startest mit einer Sorte pur, bleibst einige Tage dabei und erweiterst erst dann, so erkennst du Unverträglichkeiten sofort.

In welcher Reihenfolge führe ich die Breie ein?

Zuerst der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei am Mittag: Er startet mit Gemüse pur, nach etwa einer Woche kommt Kartoffel dazu, danach Fleisch und etwas Rapsöl. Rund einen Monat später folgt der milchfreie Getreide-Obst-Brei am Nachmittag, wieder einen Monat später der Milch-Getreide-Brei am Abend. Diese Reihenfolge sorgt dafür, dass dein Baby früh Eisen aus Fleisch bekommt und sich der Bauch schrittweise an Neues gewöhnt.

Wie viel Beikost pro Tag?

Am Anfang sind es oft nur wenige Löffel, und das ist völlig normal. Die Menge steigert sich über Wochen von selbst, bis eine Breimahlzeit eine Milchmahlzeit ganz ersetzt. Dein Baby bestimmt das Tempo: Dreht es den Kopf weg oder macht den Mund nicht mehr auf, ist es satt. Solange stillst du nach dem Brei einfach weiter oder gibst die Flasche, die Milch bleibt anfangs die wichtigste Nahrungsquelle.

Muss ich mich strikt an den Plan halten?

Nein. Der Beikostplan ist eine Orientierung, kein Regelwerk, und jedes Baby weicht irgendwo davon ab. Wichtig sind nur wenige feste Punkte: neue Lebensmittel einzeln über 3 bis 4 Tage einführen, im ersten Jahr keinen Honig geben und auf Salz und Zucker verzichten, ebenso auf ganze Nüsse wegen der Verschluckungsgefahr. Alles andere darf sich nach eurem Alltag und dem Tempo deines Babys richten. Bei Fragen oder Allergien in der Familie hilft eure Kinderärztin oder eine Ernährungsberatung weiter.

Wie behalte ich den Überblick, was mein Baby schon probiert hat?

Gerade in den ersten Wochen lohnt es sich, neue Lebensmittel festzuhalten: Falls dein Baby auf etwas reagiert, weißt du genau, was in den letzten Tagen neu dazukam. Ein Zettel am Kühlschrank funktioniert, verschwindet aber gern im Alltag. In Darli hältst du jedes neue Lebensmittel und jede Mahlzeit mit einem Tipp fest und siehst jederzeit, was schon eingeführt ist und wie sich Brei und Milch über die Wochen verschieben.

Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn du dir Sorgen um dein Kind machst, wende dich an deine Kinderärztin, deinen Kinderarzt oder deine Hebamme.